WILHELM BUSCH




ART SPIEGELMANN




RALF KÖNIG
 

Comicliteratur? Literatur im Comic!

 

Literaturcomics sind oft sehr individuelle Einzelbände zu Themenschwerpunkten, die sich meist weniger an Jugendliche als an erwachsene Leser richten. Ihre Inhalte können einerseits Comicadaptionen bekannter literarischer Werke sein, andererseits aber auch Comicbiographien literarischer Persönlichkeiten. Es kann auch sein, dass Comicbände selbst zu einem Stück Literatur werden. Das trifft in gewissem Maße auf Wilhelm Buschs "Max und Moritz", Art Spiegelmanns "Maus", Nakazawas "Barfuß durch Hiroshima" oder die Schwulencomics von Ralf König zu.

Diese Comics sind teilweise sogar Vorbilder für Filme oder Theaterstücke geworden, oder bildeten sogar den Auslöser zu einer erneuten Auseinandersetzung mit einem historisch brisanten Thema ("Maus").

Beim Literaturcomic geht es im Gegensatz zu den meisten anderen Comics nicht in erster Linie um die graphisch üppige Bearbeitung eines Themas oder einer Erzählung, sondern hier stehen Form und Thema miteinander häufig in unmittelbarem Zusammenhang und schaffen somit ein künstlerisches Produkt, das die Grenzen sprengt, die dem ausschließlich der Unterhaltung dienendem Comic auferlegt werden.

Auch in Deutschland sind jüngst Comic-Biographien von Goethe und Schiller herausgebracht worden, doch der breite Durchbruch auf dem Buchhandelsmarkt blieb ihnen noch verwehrt.

In den USA und Frankreich stürmen Comics bereits seit Jahren die Bestsellerlisten des Buchhandels, wohingegen in Deutschland noch immer nicht diese Breitenwirkung erreicht ist. Ja, viele Buchhandlungen hierzulande bieten Comics häufig noch immer nur am Rande an und der langsame Umschlag sorgt dafür, dass solche Versuche meist schnell zur Mottenecke degenerieren.

Meist ist das Sortiment auch nicht besonders groß und beschränkt sich auf die Bestseller Asterix, Tim und Struppi oder Lucky Luke.

Die Werbung für Neuerscheinungen erreicht den potentiellen Neukunden manchmal erst gar nicht, sieht man einmal von dem MANGA-Trend der vergangenen Jahre ab, dem es immerhin gelungen ist, eine vollkommen neue Leser-Generation zu erschließen.

Die Anzahl der reinen Comicläden in Deutschland ist aber auch heute noch sehr überschaubar und in kaum einem anderen Sammelgebiet zeigt sich daher die Bedeutung von "Ebay" so deutlich, wie auf dem deutschen Comic-Markt.

Originalseiten dieser Künstler sind oft sehr unterschiedlich zu bewerten.

Werke von LORIOT sind mittlerweile ähnlich begehrt wie PEANUTS-Seiten von CHARLES M. SCHULZ. Unter 5.000 Euro spielt sich da nichts ab.

RALF KÖNIG ist noch vergleichsweise günstig zu bekommen aber solche Entwicklungen sind natürlich fließend und Prognosen für zukünftige Trends lassen sich nur mit äußerster Vorsicht wagen.





COMICLITERATUR?

ALLES
WAS
BUCHSTABEN
HAT !!!