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Was sind eigentlich
Luxus-Comics? In
den 50er und 60er Jahren beschränkte sich die Comic-Sammeltätigkeit in
Deutschland in der Regel darauf, die vielgeliebten Serien der eigenen
Kindheit zu komplettieren oder einstmals verliehene und nicht zurück erhaltene
Exemplare wiederzuerlangen. Die wirklichen Originalseiten waren in der Regel nicht Anderes als
Belegexemplare der Verlage. Als "Kunst" sah sie zu dieser Zeit wohl
niemand an. Sie waren versehen mit redaktionellen Vermerken, Karteinummern
etc.. und viele von ihnen wurden nach einem gewissen Zeitraum einfach zusammen
mit dem Altpapier alter Akten entsorgt, ohne dass man auch nur im Entferntesten
daran dachte, dass es irgendwann einmal Interessenten für diese künstlerischen
Originale geben könnte. Manche
Künstler, wie zum Beispiel der "Tim und
Struppi"-Schöpfer Hergé, ließen hingegen das Material ihrer Comic-Schöpfungen
in einem Museum zusammentragen, sodass Originalzeichnungen oder gar
Originaltitelbilder so gut wie gar nicht auf den freien Markt gelangten. Eine
Originalseite Herges wurde vor kurzer Zeit in einem weltbekannten Auktionshaus zu einem Preis von über 750.000 Euro versteigert. Ein unvorstellbarer Preis –
möchte man meinen. Die
Menge interessanter Originale ist also begrenzt, sodass es den meisten Sammlern
durch die oft hohe Preisschranke naturgemäß nicht möglich ist, eines der
begehrten Kleinodien zu erwerben, weshalb sie dann auf hochwertige limitierte und - wenn möglich - signierte Drucke zurückgreifen. Auch
deren Auflage ist meist gering. Wenn man sich die Luxus-Ausgaben des Salleck-Verlages
anschaut, stellt man fest, dass ihre Auflagenhöhe in der Regel zwischen 250(!)
und 350(!) Exemplaren liegt. Die
Ende der 80er Jahre beim Alpha-Comic-Verlag publizierten Luxus-Ausgaben erreichten
zwar häufig Auflagen von 500 Stück, doch auch diese Zahl ist gering, wenn man
bedenkt, dass dort Künstler wie Bilal, Liberatore,
Torres oder Serpieri verlegt wurden, die mittlerweile weit über den
europäischen Raum bekannt sind und deren Kunstdrucke ebenfalls schon zu
begehrten Sammelobjekten geworden sind. So
gesehen ist es also kaum verwunderlich, dass von vielen dieser Ausgaben nur
selten Exemplare auf dem deutschen antiquarischen Comic-Markt angeboten werden
und in der Regel zu hohen Preisen den Besitzer wechseln. Solche Luxusausgaben unterscheiden sich von der Normalausgabe eines Comics in der Regel durch: | Günstige LUXUS-Ausgaben gibt es auch hier!! |