Ende
der 60er Jahre erschienen – beeinflusst durch die
Studentenbewegung, den Vietnam-Krieg und die sexuelle Befreiung –
zahlreiche so
genannte Underground-Comics, deren Inhalte zumeist provokativer oder
sozialkritischer Art waren und die damals häufig in den Konflikt mit
der
amerikanischen und deutschen Zensur gerieten.
Die Amerikaner Robert Crumb und Gilbert
Shelton gelten als Klassiker dieser Comics, die mit der Beat-Literatur
einher gingen und sich in der Regel mit "Sex and Drugs and Rock'n'Roll" beschäftigten.
Auch in Frankreich erschienen vor rund 40 Jahren die ersten wirklich
brisanten Werke im Bereich des "B.D.", die entweder der Zensur
unterworfene Klassiker der französischen Literatur adaptierten (Pichard),
künstlerisch durch die POP-Art geprägt waren ( Guy Pellaert), oder
durch ihre skurrile Einzigartigkeit hervorstachen (Druillet, Bilal)
Der bis heute andauernde Boom des mehr oder minder erotischen SF-Comic mit sparsam bekleideten weiblichen Helden, ausgelöst
durch Forests "Barbarella", fand zahlreiche Nachahmer, zum Beispiel in Romero
("Axa"), Gillon ("Die Schiffbrüchigen der Zeit"), und sehr
entschärft und ironisch in Mezieres ("Valerian und Veronique") oder
Bilal ("Alexander Nikopol").
Originalseiten
aus dem Underground-Bereich der 50er und 60er Jahre bringen zum Teil
Preise in astronomischer Höhe. Seiten von GRAHAM INGELS und WALLACE
WOOD sind ebenso wie solche von WILL EISNER und FRANK FRAZETTA nur noch
für sehr betuchte Sammler erschwinglich, zumal sich die international
angebotenenen Originale oft an den Fingern abzählen lassen.
GILBERT SHELTON und ROBERT CRUMB haben es schon längst in duie Galerien geschafft und somit gilt für sie dasselbe.